Wie Sie … eine Kultur der fokussierten Zusammenarbeit in Teammeetings schaffen! 

Kultur entwickeln

Die Kultur ist das Zusammenspiel von Ritualen, Handlungsmustern und Gebräuchen, von ausgesprochenen und unausgesprochenen Normen und Werten und von Regeln und Beziehungsmustern. Wenn Sie hier Veränderung initiieren möchten, brauchen Sie Zeit und Geduld. Kultur wandelt sich langsam! Auch wenn Führungskräfte vermeintlich disruptive kulturelle Veränderung anstreben indem sie z.B. das Unternehmensweiten „Du“ einfordern, kann die Auswirkung einer solchen Veränderung erst im Laufe der Zeit bestimmt werden, und reicht von „altem Wein in neuen Schläuchen“ bis zu „radikaler Wende“. Kulturelle Veränderungen müssen einen vielschichtigen alltagspraktischen Test bestehen. Auf subtile Weise müssen Sie in unser Leben passen! 

Da helfen auch keine Lippenbekenntnisse wie Roman Herzogs „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen“. Sie verfehlen kulturelle Veränderung grundsätzlich. Sie verweisen nur auf bestehendes Verhalten und verkennen den Wandel der Zeit. 

Kultureller Wandel entsteht im Kleinen! Er muss erleb- und erfahrbar gemacht werden. Anderes Verhalten, eine andere Kultur muss im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar werden. 

Wenn Sie in Ihrem Team eine kultur der fokussierten Zusammenarbeit initiieren möchten, müssen Sie einen Weg finden, wie Sie alle gemeinsam erfahren, was Fokussierung und Zusammenarbeit im Teammeeting heißt. 

Beim Flug der Gänse wechselt das Leittier regelmäßig

rotierende Moderation

Das Prinzip ist eigentlich einfach! Lassen Sie die Verantwortung für die Vorbereitung sowie die Sitzungsleitung Ihrer Teammeetings durch ihr Team rotieren. 

Bilden Sie für jedes Teammeeting jeweils ein Tandem aus einer verantwortlichen Person und einer Partner*in. Diese wird bei der übernächsten Sitzung mit einer neuen Partner*in die verantwortliche Person sein. 

AUf diese Weise wird erfahrbar, was bei der Vorbereitung und Durchführung von Sitzungen besonders wichtig ist. Das Prinzip rotierende Moderation setzt die Teammitgliedern in die Perspektive der Verantwortlichen. 

Hierdurch wir die Wahrnehmung von Fragen zur Vorbereitung und des effizienten Zeitmanagements anders erlebbar. Ziel- und Nutzenbestimmung rücken verstärkt in den Vordergrund und eine Achtsamkeit für Konzentration und Gruppendynamik wird geschärft.

Teammitglied:

Probieren Sie neues aus! Viele Mitarbeitende fühlen zunächst so etwas wie Überforderung und Druck, wenn Sie die Moderation einer Sitzung übernehmen sollen. Sie haben jetzt die Gelegenheit aus der Überforderung einen Anspruch abzuleiten. Spüren Sie nach, was ihr Anspruch an Teammeetings ist. Der Druck den Sie spüren ist die Kraft aus der etwas neues entstehen kann. Sammeln sie Informationen und Details zur Agenda und gehe Sie vorab mit den Einbringenden in Kontakt. Diskutieren Sie den Ablauf und die Zeitfenstern mit ihrer Partnerin oder Ihrem Partner. 

Rotierende Moderation eröffnet die Chance ihre Zusammenarbeit im Team sehr grundsätzlich zu verbessern. Sie müssen nur damit beginnen. 

Beim nächsten mal wird es nicht perfekt sein, aber es wird immer besser.

Führungskraft:

Betonen Sie die Lern-, Entwicklungs- und Wachstumschancen die in dieser Neuerung liegen. Begleiten Sie ihre Teammitglieder engmaschig! Auch wenn Sie eigentlich die Verantwortung in weiten Teilen übertragen, so ist es gerade zu Beginn wichtig sensibel zu unterstützen. Geben Sie den Teammitgliedern die Möglichkeit sich auszuprobieren und halten SIe Ihnen den Rücken frei. Anerkennen Sie gerade auch das Potenzial des ausprobierens.

Reservieren Sie zum Ende jedes Teammeetings einen 5 Minuten Zeit-Slot für ein blitzlichtartiges Feedback zur Agenda und Moderation. Machen Sie nach 4 bis 5 Teammeetings eine Zwischenbilanz und nehmen Sie sich dazu extra 30 – 60 Minuten Zeit. 

Bleiben Sie standhaft und lassen Sie mindestens alle Teammitglieder einmal in die Rolle der Moderation kommen bevor Sie die nächste Veränderung anpacken.

Bilder: Sunshine Seeds, scol22